Hunde/Hundeführer - Sauerländer Stöberhunde

Hunde/Hundeführer

Ralf OttersteddeDer Kern des geprüften Rudels besteht aus drei Hundeführern Ralf Otterstedde, Raphael Weß und Dietmar Bierbaum mit 10 bis 13 Hunden. Deutsch  D., Bracken (Gonzy Polski & Ardennenbracken), Terrier und Laikis. Diese Hunde funktionieren nur in einer Einheit und sind nicht teilbar.

Die Erfahrung hat über die Jahre gezeigt, dass wir mit der Vielfalt mehrerer Rassen – Bracken, Vorstehhunden, DDs, Terriern und wenigen Laikis als Finder - besser zurecht kommen als mit ein oder zwei Rassen.

Bei den Terriern liegen die Stärken beim Sprengen der Rotten, der  Härte und Beweglichkeit im Dickicht/Dornen. Durch die etwas größeren Terrier haben wir keine Probleme mit Fuchs oder Dachsbauten. Den anhaltenden Spurlaut der Bracken möchte ich und vor allem kein Schütze missen. -  Die Vorstehhunde bzw. Deutsch Drahthaar gehen nicht so weit, zeigen alles an und wenn es eng wird, können diese ordentlich zupacken. – Die Laikis sind die Sucher und Finder. Wenn alle anderen nicht mehr können, sei es durch Schnee, Dornen, kaltes Wasser, Moor, Schilf  usw. laufen diese Hunde immer noch und finden die Schwarzkittel  in den letzten Ecken.

Wer jetzt noch nicht begriffen hat, warum man so ein eingeschworenes Team nicht teilen kann, der hat – Sorry – von Bewegungs-Jagden mit Hunden keine Ahnung.

Meine  ständigen Jagd-Begleiter Raphael & Dietmar  begleiten mich  schon  über viele Jahre und haben sicherlich in dieser Zeit eine Menge an Erfahrung über die Drück- Jagd und die Hunde gesammelt.  Wenn ich aus geschäftlichen Gründen verhindert bin,  ist es schon oft vorgekommen, dass ich meinen Jungs einen Teil meiner Hunde  anvertraut habe. Rentner Dietmar ist unser kleiner Hunde-Hobbit, er ist immer zur Stelle, wenn man ihn braucht. Er versorgt  unsere Hunde wenn es  eng wird, auch in der Urlaubszeit.

Ralf OttersteddeIch selbst  (Ralf Otterstedde) habe über 40 Jahre Erfahrung mit Hunden - Schutzhunden, Fährtenhunden, Erdhunden, Jagdhunden, Schweißhunden und Stöberhunden -  bin Mitglied in vielen  Vereinen wie Deutsch-Drahthaar, Vereinigung der Stöberhunde usw.

Wir tragen mit der Arbeit unserer Hunde  – in einer Saison – zu einer Strecke von ca. 1500 Stück Schalenwild bei. Damit sind unsere Hunde und wir als Hundeführer sehr erfahren und wissen was wir tun.

Wir sind Hundeführer und keine Treiber in dem üblichen Sinne. Das heißt, dass wir keine Dickung unnötig durchkriechen, wenn die Hunde schon dort waren und ohne Anzeichen auf Sauen weiter suchen.

Mit weiteren 1-2 Hundeführern können wir die Stöberhunde aufstocken. Diese Hundeführer sind alle ebenfalls erfahren und begleiten uns mal mehr und mal weniger. Es kommt auch schon mal vor, dass ich die ganze Truppe auf zwei verschiedene Jagden aufteile. Die Terminliste wird nun mal immer knapper und wir müssen bei vielen Terminen einfach passen. Leider gibt es nur einen Samstag in der Woche.

Wir kommen nicht mit 10 Schützen und 10 Hunden und möchten draußen am Treiben stehen und Beute machen. Wir sind grundsätzlich im Geschehen bei unseren Hunden und unterstützen diese, soweit es geht. Geschossen wird nur in absoluten Ausnahmefällen und das auch nur, wenn sich die  Hunde nicht  in unmittelbarer Gefahr befinden. In Gefahrensituationen - meist bei kranken Stücken - können wir keine Rücksicht auf Alter oder Geschlecht nehmen. Dieses kommt nicht oft vor, aber es kann vorkommen, dass wir nicht freigegebene Stücke -Notsituation/Tierschutz- erlegen müssen.

 

Gerne sende ich Ihnen die Chip Liste mit unseren aktuell einsetzbaren Hunden
und Hundeführern einige Tage vor der Jagd zu.

Bitte kontaktieren Sie mich hierzu unter:
Tel. 0177 – 333 77 35 oder info@sauerlaender-stoeberhunde.de

Prüfung der „Sauerländer - Stöberhunde"
von Ralf Otterstedde

Prüfungsobmann der VdMFD Huberts Crone

Beim Ablesen der Chipnummern konnte direkt in die Transportboxen gegriffen werden, ohne dass man danach seine Finger hätte nachzählen müssen. Alle Hunde sind bestens sozialisiert, auch anderen Hunden gegenüber die wir später im Treiben trafen.

Im ersten Trieb waren keine Sauen vorhanden, dafür aber Rehwild. Es war schön zusehen, wie einige Hunde sichtig die sehr kurze Verfolgung aufnahmen und dann auch ohne Kommando wieder beidrehten. Die mitgeführten Bracken kamen später auch auf die frische Rehfährte, gaben kurz laut und drehten überraschenderweise auch nach ein paar Fluchten wieder ab. Alle Hunde sind Führerbezogen und suchen ständig den Kontakt. Bleibt der Hundeführer stehen, sammeln sich in kurzer Zeit seine Hunde und gehen dann auf Kommando wieder in der gewünschten Richtung vorwärts.

Im zweiten Trieb war dann genügend Schwarzwild zu Hause und wurde sauber von den Hunden gearbeitet. Rotten wurden gesprengt, welches aber dann bei der Suche von noch vereinzelten Stücken die weitere Arbeit nicht gerade einfacher machte. Vereinzelte gesunde Sauen wurden gefunden und in Bewegung gebracht, Stücke die sich stellten wurden verbellt aber nicht gefasst, erst beim Zukommen des Hundeführers wurde das Schwarzwild flüchtig und spur laut verfolgt, bis dann wieder Schüsse fielen. Alle Hunde arbeiteten mit sicherem Spur laut, Sichtlaut konnten die Richter nur dreimal einordnen.

Am Ende des Treibens dauerte es ca. 15 min. bis alle Hunde wieder vollzählig und gesund am Transporter waren.

 

Prüfungsbericht der Sauerländer Stöberhunde  bei Nörten-Hardenberg

Schon am Vorabend wurden die Chipnummern und die Impfausweise der neu zu prüfenden jungen Hunde der  "Sauerländer Stöberhunde" überprüft und kontrolliert. Auch konnte man sich über das starke Nervenkostüm dieser wesensfesten Junghunde schon ein Urteil bilden. die Nacht verbrachten die Hunde ruhig in ihrem Transportanhänger und auch morgens am Treffpunkt, wo die Schutzwesten ect. angelegt wurden konnte man kein aufgeregtes Kläffen oder Rumgezappel registrieren.

Im ersten Trieb war sehr viel Rehwild vorhanden und man merkte den jungen Hunden an, dass sie diese gerne über den Berg bringen wollten. Das Einwirken der Hundeführer verhinderte aber ein Nachstellen des Rehwildes. Erst nach Erreichen des großen Dickungskomplexes wo die Sauen lagen wurde das Rehwild von den Hunden komplett ignoriert da sie nun genügend Sauen vor der Nase hatten.

Sie sprengten die vorkommenden Rotten und es vielen ringsum Schüsse, angeschweißte Stücke Schwarzwild welche zurück in die Dickung flüchteten wurden in kürzester Zeit von den Hunden gefunden und gebunden, so dass die  Hundeführer diese Sauen schnell erlösen konnten.

Andere Hunde welche mal kurz vorbei kamen wurden von der Meute ignoriert. Die Hunde sind gut lenkbar, jagen sehr Führerbezogen mit ausreichender Schärfe am Schwarzwild.

Prüferobmann                         Richter II

Hubertus Crone                      Christian Kühle